Me-Made-Mittwoch am 15.03.2017 -Glitzerrock und Renfrew Top

Dieser Rock war vor einigen Jahren mein Weihnachtsoutfit. Es ist ein einfacher Bleistiftrock aus einem Burdaschnitt (da gibt es ja unzählige), aus einem Boucle der weiße, silberne und goldene Fäden hat. Daher glitzert er ziemlich stark, was man durch die Lichter fürs Fotografieren hier besonders gut sieht… Das Oberteil ist ein Renfrew Top in dunkelgrauem Jersey. Beide Stoffe sind aus einem Fabrikverkauf.

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Wie ich schon erwähnt habe, was das ein Weihnachtsrock. So viele Gelegenheiten gibt es für solche Röcke nicht, außerdem hatte ich in Erinnerung, dass er eher eng saß. Aber ich wollte ihn jetzt trotzdem für eine Feier anziehen. Und siehe da, es gab eine Überraschung: Der Bund ist ca. 10cm zu weit:

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Zuerst habe ich mir überlegt, ob ich es ändern soll. Da der Rock aber auf einer sehr komischen Höhe sitzt, wenn ich ihn einfach „runterrutschen“ lasse und er auch sonst zu weit ist, habe ich es doch gemacht:

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Jetzt habe ich einen gut passenden Ausgehrock und freue mich!

Was die anderen Damen heute so tragen, seht ihr beim Me-Made-Mittwoch.

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Me-Made-Mittwoch am 8.3.2017

Leider habe ich momentan ziemlich viel zu tun, daher heute von mir nur ein kurzer Beitrag zum Me Made Mittwoch mit einem sehr schlichten, aber viel geliebten Renfrew Top:

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Ich hoffe, ich finde heute noch etwas Zeit um zu schauen, was die anderen Damen heute beim Me Made Mittwoch so tragen.

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Stoffdiät 2017 – Märzupdate

Es ist Zeit für ein Update der Stoffdiät!

Mein Ziel sind es, bis Ende des Jahres 85m zu vernähen. Um das Ziel zu erreichen, mpsste ich jeden Monat also 7,08m vernähen. Das ist schon heftig, auch wenn man bedenkt, dass ich sehr groß bin und somit mehr Stoff brauche und meine Stoffstücke großzügig bemessen sind, ich aber Reststücke gnadenlos weggebe und die dann auch aus der Statistik herausfallen.

Im Januar habe ich vernäht:

schwarzer Strickstoff 2,5m

hellgrauer Jersey 2,2m

mittelgrauer Jersey 2,3m

Walkloden 3,3m

mittelgrauer Wollstoff 2,3m (Rest 3,2m)

= gesamt 12,6m

Im Februar habe ich vernäht:

schwarzer Jersey 3m

dunkelgrauer Jersey 2,8m

= gesamt 5,8m

Im Januar habe ich also bereits über 5m über Soll vernäht. Da war volle Absicht, ich habe die Strick-/Jerseystoffe in einem Wochenende vernäht, um etwas in Schwung zu kommen und für Monate vorzusorgen, in denen ich weniger Zeit zum nähen haben werde, wie auch der Februar schon gezeigt hat, wo ich etwas unter Soll geblieben bin.

Insgesamt habe ich 18,4m weniger Stoff. Von meinem Ziel, 85m zu vernähen fehlen mir also noch 66,6m.

Außerdem gibt es zu dem schwarzen Strickstoff eine lustige Geschichte: Als ich den gekauft habe, gab es keinen Weg, ihn bei meinen regulären Stoffen unterzubringen. Er passt einfach nicht mehr rein. Daher habe ich ihn als „Sofadecke“ deklariert und 2 Jahren bei unseren Sofadecken aufgehoben. Im Rahmen der Stoffdiät dachte ich mir dann, dass es Zeit wird ihn rauszuholen. Da er wirklich viel Platz wegnimmt, habe ich ihn auch sofort vernäht, in einen Pulli, den ich nur zu Hause trage. Als ich ihn dann das erste Mal trug, meinte mein Freund: „Trägst Du jetzt die Decke???“, wunderte sich aber weiter nicht…

Die fertigen Stücke sind in den ersten beiden Monaten nicht so super spannend, es war ein Mantel, ein Rock und sonst lauter Shirts nach dem gleichen Schnitt. Aber ich kann Euch versprechen, es wird spannender, ich arbeite gerade an etwas aufwändigeren Sachen.

Hier ist ein Teil der fertigen Stücke:

(der Glitzerrock ist nicht neu, aber super Kombipartner für das schwarze Shirt).

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Me-Made-Mittwoch am 1.3.2017 – Chaneljacke Vogue 8804 in schwarz-weißem Hahnentritt

Der Stoff lag ewig in meinem Vorrat. Es ist ein schwarz-weißer Boucle mit Hahnentrittmuster, in den schwarze Glitzerfäden eingewebt sind. Den Stoff habe ich bei Komolka in Wien gekauft, genauso wie Futter, Borte und Knöpfe. Die Kette ist vom Baumarkt. Der Schnitt ist Vogue 8804 von Claire Shaeffer.

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Normalerweise habe ich keine Probleme, Stoffe anzuschneiden, aber hier war es eine Ausnahme. Der Stoff war ein Reststück und ich hatte Angst, dass es nicht reicht. Es hat auch nur sehr knapp gereicht, aber glücklicherweise musste ich keine Kompromisse bei der Musteranpassung eingehen. Außerdem ist der Stoff sehr toll und wäre eigentlich sehr teuer gewesen, und ich wollte es nicht vermasseln.

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Dann fuhr ich auf die erste Annäherung Süd und beschloss, dort mit der Jacke zu beginnen. Sie an dem Wochenende fertigzustellen war außer jeder Diskussion, da ich die aufwändige Methode von Claire Shaeffer verwendet habe. Außerdem hat sich der Stoff sehr verzogen, weswegen ich alles heften musste. Aber ich habe an dem Wochenende zumindest einen großen Teil des Körpers fertigstellen können und den Rest dann zu Hause bzw. unterwegs fertig gestellt. Da die Chaneljacke sehr viele Handnähte erfordert, ist es ein perfektes Projekt für unterwegs.

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Das Futter ist auf den Oberstoff gequiltet. Die Borte ist mit der Hand angenäht. Die Knopflöcher sind nicht mit der Hand, sondern mit der Maschine gemacht, sonst habe ich mich genau an die Anleitung gehalten. Die Anleitung ist sehr ausführlich, aber gut verständlich und führt zu perfekten Ergebnissen.

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Die Jacke trägt sich gut, allerdings ist der Stoff sehr empfindlich und zieht leicht Fäden. Und sie ist ziemlich warm. Lustigerweise war sie mir zu Weihnachten zu warm, bei einer Feier im Juni dagegen gerade angenehm.

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Insgesamt finde ich, dass die Arbeit sich gelohnt hat, auch wenn es wirklich echt viel Arbeit war. Aber bei so einem edlen Stoff lohnt es sich auch.

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Und nun bin ich gespannt, was die anderen Damen beim Me-Made-Mittwoch so tragen!

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Me-Made-Mittwoch am 22.2.2017 – Granville Shirt aus rosa Oxford

Letztens habe ich Euch ja einen Pulli nach meinem Lieblingsschnitt, dem Renfrew Top von Sewaholic gezeigt, heute zeige ich Euch eine Bluse nach meinem Lieblingsschnitt – Granville Shirt von Sewaholic.

Ich habe noch einige andere Blusen nach dem Schnitt im Kleiderschrank hängen und es werden in Zukunft noch mehr werden.

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Der Schnitt passt mir sehr gut, aber man muss wohl wirklich eine ausgeprägte „Birnenfigur“ haben, damit die Bluse um die Hüften nicht hoffnungslos zu weit ist. In der Taille habe ich 2cm verlängert, die Ärmel sind verbreitert und verlängert. Sonst habe ich keine Änderungen vorgenommen.

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Die Bluse ist einer meiner Lieblingsblusen. Für die Arbeit ist sie etwas zu sportlich, aber in der Freizeit passt sie sowohl zu Jeans, als auch zu Röcken. Und dank des tollen Stoffes ist sie sehr angenehm zu tragen!

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Die Bluse ist aus rosa Oxford, das heißt, es ist ein Baumwollstoff, dessen Kettfäden farbig und die Schussfäden weiß sind. Gekauft habe ich ihn bei Komolka in Wien. Die Perlmuttknöpfe sind von Textil Müller in Kritzendorf.

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Zu nähen ging die Bluse auch relativ einfach, nur die Anleitung für den Kapellenschlitz ist etwas komplizierter. Außerdem werden in dem Schnitt für die rechte und linke Knopfleiste verschiedene Methoden verwendet. Das habe ich bei meinem ersten Granvilleshirt gemacht, bei den anderen habe ich dann auf beiden Seiten die gleiche Methode verwendet.

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So und nun bin ich gespannt, was die anderen Damen heute beim MeMadeMittwoch so tragen!

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Me-Made-Mittwoch am 15.2.2017 – Grau in grau mit Renfrew Top und Hollyburn Rock

Diese beiden Kleidungsstücke sind Teil des Stoffabbaus im Rahmen der Stoffdiät. Das Shirt ist, wie gehabt, ein Renfrew Top von Sewaholic, der Rock ist ein Hollyburn Rock, auch von Sewaholic.DSC07538.JPG

Das ist mein erster Hollyburn Rock (ich bin manchmal ein wirklicher late adopter..), weil ich eigentlich lieber schmale Röcke mag. Aber er ist nicht so weit wie ein Tellerrock, hat Taschen und ich habe ein paar schöne Modelle auf Instagram gesehen, so dass ich mich doch überzeugen ließ.

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Genäht habe ich in aus einer Wollmischung (mit Betonung auf Mischung) in Anzugstoffqualität, die ich von einem Fabrikverkauf habe. Daher habe ich ihn auch gefüttert, mit Venezia (nicht ganz die passende Farbe, aber gabs günstig bei einem Räumungsverkauf und es ist ja nicht ganz falsch).

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Bis auf das Füttern habe ich mich eigentlich ziemlich an die Anleitung gehalten. Was ich noch gemacht habe, war die Kanten der Rockteile (obere Kante, an den Tascheneingriffen und am Reißverschlussschlitz) mit Kantenband zu verstärken. Das mache ich eigentlich immer und ich glaube nicht, dass man bei so einem glatten Stoff anders schöne Taschenkanten hinbekommt. Am Reißverschluss habe ich zusätzlich noch Haken und Öse eingenäht, wobei ich jetzt nicht sagen kann, ob das nicht so schon vorgesehen ist.

Fürs Futter habe ich im Prinzip den Rock genauso zugeschnitten, wie den Oberstoff, allerdings die Vorderteile so ergänzt, dass ich den Ausschnitt für die Tascheneingriffe nicht hatte. Dann habe ich den Rock so genäht, wie es die Anleitung vorsieht, einschließlich des Reißverschlusses. Das Futter habe ich an die freie Kante des Bundes angenäht und die Nahtzugaben ins Futter gebügelt. Den Bund habe ich umgeklappt und im Nahtschatten der Bundansatznaht festgenäht. So zeigten die Nahtzugaben nach unten, weswegen der Bund nicht ganz so dick war. Das Futter habe ich dann mit der Hand am Reißverschlussband festgenäht.

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Änderungen habe ich am Schnitt keine vorgenommen, außer ihn etwas zu verlängern (offensichtlich). Beim nächsten Mal werde ich den Bund etwas verschmälern, da er doch sehr breit ist. Wenn man ihn schmäler macht, kann man auch Bundfix verwenden, das macht die ganze Verarbeitung etwas einfacher. Außerdem stört es mich, dass die vordere Mittelnaht so absteht. Woran das liegt, weiß ich nicht, ein Verarbeitungsfehler scheint es nicht zu sein. Der Stoff ist eigentlich auch sehr weichfallend. Vielleicht liegt es doch am Schnitt. Auf jeden Fall ist positiv zu vermerken, dass er sehr viel Stoff frisst, da ich hier 2,3m verbraucht habe.

Das Oberteil ist ein Renfrew Top, aus hellgrauem Jersey. Nichts besonderes 🙂 Die Ärmel sind vielleicht etwas zu lang, aber das stört mich nicht allzusehr.

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Jetzt  bin ich gespannt, was die anderen Damen heute beim Me-Made-Mittwoch so tragen!

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Me-Made-Mittwoch am 8.2.2017- Cape New Look 6007

Dieses Cape ist schon sehr lange Bestandteil meiner Garderobe.

Den Stoff habe ich ganz am Anfang meiner Nähkarriere gekauft. Optimistisch nahm ich 2,5m, um mir eine schöne Winterjacke zu nähen. Nun brauche ich für einen normalen Blazer schon 2,5m, für eine Winterjacke mindestens 3m, wie ich mittlerweile weiß. Außerdem braucht man bei solch großen Mustern immer extra Stoff, damit der Karoverlauf stimmt.

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Nachdem mir das alles klar wurde, lag der Stoff relativ lange in meinem Fundus. Irgendwann, mitten in der stressigsten Prüfungszeit, beschloss ich, dass ich ein schnelles, einfaches Projekt brauche und beschloss, aus dem Stoff ein Cape zu nähen. Meine Wahl fiel auf New Look 6007, da der Schnitt einfach genug war, dass mein Stoff reichte. Außerdem hatte ich zu dem Zeitpunkt auch keine Lust auf etwas komplizierteres.

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Ich habe den Schnitt ganz nach Anleitung genäht, nur zusätzlich noch gefüttert. Das Futter habe ich innen mit Hexenstichen am Saum befestigt. Änderungen habe ich keine vorgenommen, auch nicht in der Länge, da der Stoff nicht gereicht hat. Daher ist es etwas kurz, 5-10cm länger wäre besser. Und die Karoanpassung stimmt nicht 100%, da der Stoff sehr knapp war. Aber ich finde es jetzt nicht zu störend.

Der Knopf ist übrigens nicht echt, sondern nur zur Zierde: Das Cape wird mit einem Druckknopf geschlossen. Original ist Knopf+Knopfloch vorgesehen, aber meine Maschine hat an der vorgesehenen Stelle kein Knopfloch gemacht, weil die Stelle so dick/ungleichmäßig ist, trotzdem ich die Nahtzugabe zurückgeschnitten habe und alles platt gepresst habe. Aber ein Druckknopf erfüllt den gleichen Zweck.

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Das Cape ist sehr praktisch, wenn auch nicht besonders warm. Ich trage es hauptsächlich in der Übergangszeit, wenn ich mit dem Auto mal schnell wohin muss und mir nur etwas kurz überwerfe. Da es keine Armschlitze oder so etwas hat, ist es leider etwas unpraktisch, wenn man eine Handtasche trägt. Aber wie gesagt, wenn man nur schnell etwas zu überwerfen braucht, ist es perfekt.

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