Spring Style-Along: On the verge of sewing – Woche 3

Woche 3 ist vorbei und ich habe ein fertiges Teil: eine Hose. Ich war über ein verlängertes Wochenende mit ein paar lieben Freundinnen in den Nähferien: Wir nähten von morgens bis abends und waren richtig fleißig. Am Freitag und Samstag haben wir 15 Stunden genäht, am Donnerstag und Sonntag nicht ganz so viel, da war ja auch noch An- und Abreise.

Also habe ich nun auch zumindest etwas „vorzuzeigen“ – Fotos habe ich leider noch keine. Aber egal.

Also, mein Ziel war, eine Hose zu nähen. Und vorher durfte ich keine anderen Projekte anfangen. Gut, das hat geklappt. Am Probemodell (das bereits zugeschnitten und zusammengenäht war, als ich ankam), habe ich einen ganzen Tag geändert. Trial and Error und dieses Buch war Gold wert.

Mein Schnitt war Simplicity 2860 und jetzt passt er endlich. Samstag Mittag war die Hose dann auch schon fertig. Allerdings nicht im passenden Farbton, ich habe einen meiner günstigeren Hosenstoffe für eine weitere „Probehose“ mit richtigem Stoff benutzt. Aber sie ist tragbar und das werde ich auch tun. Mein Claire Underwood Farbschema verlangt aber eine graue oder blaue Hose. Was nun kein Hexenwerk mehr ist, das schaffe ich dank super angepasstem Schnitt nun.

Dann wollte ich dazu passend eine Bluse nähen. Schnitt 1 war die Belcarra Blouse, die einfach bei mir nicht passen wollte. Das Probemodell landete dann irgendwann in der Tonne. Ich habe meine Maße mit der Maßtabelle verglichen und den Schnitt angepasst, aber er war eine Katastrophe. Er hatte einfach zu wenig Zugabe für einen Schnitt für fließende Stoffe. Er landete dann irgendwann samt Probemodell im Müll.

Als kleiner Zwischenarbeit passte ich einen Rock an. Einen ganz einfachen Bleistiftrock. Da habe ich bisher einige im Schrank hängen und die passen auch. Aber ich habe nun eine Änderung gemacht, dass der Saum unten gerade ist und nicht mit dem Rockabrunder „nachgeholfen“ werden muss. Und er sitzt jetzt perfekt, das heißt, ich kann in Produktion gehen!

Nun wieder zurück zum Blusenprojekt, nächster Versuch: Oakridge Blouse. Mich ärgerte sehr, dass nur Maße für Taille, Hüfte etc. existieren, aber so Sachen wie vorder Länge und Armumfang nicht angegeben sind. Ich habe dann den Ärmel etwas verbreitert, aber die ganze Bluse saß trotz Beachtung der Maßtabelle für eine Bluse aus fließendem, dünnen Stoff katastrophal. Viel zu eng. Und der Ärmel hatte eine komische Länge, ca. 10cm länger als bei Burda/BMV und ich hatte keine Ahnung, ob der jetzt Überlänge hat, damit er sich etwas schoppt oder ob sie ein sehr untypisches Ärmelmaß haben. Die Fotos vom Schnitt halfen wenig weiter, da man aufgrund des gemusterten Stoffes nichts erkennen konnte. Auch hier landeten Schnitt und Probemodell im Müll.

Letzter Versuch: Sculpture Top aus der aktuellen Ottobre. Der Schnitt saß nach ein paar Änderungen perfekt und wurde dann gleich zugeschnitten. Genäht habe ich ihn nicht mehr ganz, aber fast. Und perfekt für mein Thema: aus weißem fließenden Stoff.

Jetzt hoffe ich, nächste Woche verkünden zu können, dass das Sculpture Top fertig ist und ich noch einen Rock genäht habe. Mal sehen, was ich davon verwirklichen kann.

Und ich bin gespannt, was die anderen so geschafft haben!

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7 Antworten zu Spring Style-Along: On the verge of sewing – Woche 3

  1. caro_bac schreibt:

    Das klingt nach einem aufregenden Nähwochenende. Sehr schade, dass gleich zwei Blusen in der Tonne gelandet sind. Ich hätte vermutlich nach dem ersten Fehlversuch aufgegeben. Habe aber irgendwo mal gelesen, dass die Blusenschnitte von sewaholic eher eng ausfallen. Auf die Fotos deines Ottobre-Shirts bin ich sehr gespannt.

  2. Alexandra Gerull schreibt:

    Respekt: das Du nicht nach dem ersten Blusen-TfT aufgegeben hast, flößt mir echt Respekt ein. Ich hör dann ja erstmal eine Weile beleidigt auf zu nähen. Auf das Sculpture Top bin ich sehr gespannt.

  3. kleiderschmiede schreibt:

    Aufgeben gilt nicht, wenn man in einem Raum mit 5 anderen ist, die einem helfen und ermutigen! Außerdem will ich ja meinen Stapel fließender Blusenstoffe vernähen. Als nächstes werde ich noch einen Vogueschnitt testen, statt der Oakridge Blouse.
    Bei Sewaholic hatte ich echt immer mehr das Gefühl, dass da kein Profi, sondern ein Amateur am Werk war. Und dafür sind die Schnitte echt zu teuer!

  4. AnniMakes schreibt:

    Da hast du wirklich Durchhaltevermögen bewiesen mit den Blusenschnitten. Manche Schnittmusterhersteller sind halt nichts für einen, das geht mir auch so. Ich bin z.B. von Colette frustriert, obwohl mir deren Designs grundsätzlich gefallen. Einen perfekt angepassten Hosen- und Rockschnitt zu besitzen ist sehr viel Wert. … und bei der Bluse wirst du auch noch fündig. LG, Anni

  5. Jay schreibt:

    Sewaholic ist eigentlich die einzige Indie-Designer-Marke, die ich noch kaufe, weil ich bei anderen viel zu oft schlechte Ergebnisse hatte oder bei anderen davon gelesen hatte. Colette finde ich da richtig übel. Ich weiß auch nicht, ob Oakridge wirklich so als Bluse für fließende Stoffe gedacht war. Vielleicht hast du da auch einfach andere Erwartungen an die Passform gehabt. Ich mag den Schnitt sehr gerne. Schade, dass es dir da anders geht.

    Auf das Sculpture-Top bin ich auch sehr gespannt!

    Liebe Grüße
    Julia

  6. Anja schreibt:

    OhOhOh ich hab die Oakridge Bluse auch und will sie unbedingt noch vernähen. Über Stoff und Co hab ich mir noch gar keine Gedanken gemacht und ich hoffe ich schmeiß sie nicht wie du in die Ecke. Manchmal ist es ja auch nur eine glückliche Körperform die zwischen passen und Mülleimer entscheidet. Aber zuvor mach ich noch so viel anderes, da hat die Bluse noch zeit.

    LG Anja

  7. kleiderschmiede schreibt:

    Oakridge ist für fließende Stoffe gedacht, Belcarra auch.
    Was mich ja so wundert ist, dass mir Grainville und Renfrew so gut passen, Renfrew ist sogar eher weit, und die anderen drei Schnitte, die ich ausprobiert habe, eben ein totaler Reinfall sind.
    Das kann ich halt gar nicht haben, wenn die Schnitte von einer Firma so unterschiedlich sind. Bei Burda etc. kann man sich darauf verlassen, dass die Schnitte in 99,9% der Fälle die gleiche Grundfigur zugrunde liegt und man mit ein paar Standardanpassungen auf dem richtigen Weg ist. Aber wenn der Schnitt 10€ kostet (Download) sind 3 Reinfälle auch etwas viel.
    Und die Antwort auf meine Kritik, dass die Ärmelform beim Daviedress so komisch ist, war „das muss so“. Ja ne, is klar, man muss den BH sehen. Und bei Kleidern aus dehnbarem Stoff ist man ja bei einer anderen Schnittform in der Bewegungsfreiheit so eingeschränkt… Das zeigte für mich halt, dass es Amateuere und keine Profis sind.
    Und in Bezug auf die Maßtabelle: Ich habe nichts dagegen, wenn sie andere Maße für Ärmellänge etc. benutzen, aber dann sollen sie es bitte auch angeben, damit man weiß, woran man ist. Sonst ist es echt ein Würfeln. Bei der Oakrdige haben wir zu 6t 30 min gerätselt, ob das jetzt so sein soll, oder ob da noch Zugabe ist, damit der Ärmel etwas pludert. Und da waren die Modellfotos mit gemustertem Stoff auch wenig hilfreich. Wie gesagt – Amateure. Und dafür ist es einfach zu teuer.

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