Working Girl Sew-Along Finale

Nun ja, es ist Finale. Und was habe ich fertig? Nichts.

Gut, mal von vorne.

Mein Plan war sehr ambitioniert und mir war klar, dass es nicht klappen konnte. Ernsthaft. Da hätte ich eine ganze Armada an Helfern gebraucht ;). Mein Miniziel war eine passende Hose und ein bis zwei Blusen zu nähen.

Drei Blusen habe ich zugeschnitten und angefangen, dann kamen andere Dinge dazwischen. Die Hose passt, ist allerdings nur geheftet und ich muss da nochmal ran. Eigentlich wollte ich sie fertig machen, dann kam mir aber die Annäherung dazwischen. Da wollte ich seit der Anmeldung schon eine Chaneljacke nähen, nach der Claire Shaeffer Methode. Das habe ich schonmal gemacht und da es so wahnsinnig aufwändig ist, wollte ich den Termin dafür nutzen. Das hieß natürlich, dass ich einen Nähtreff, 2 volle Tage auf der Annäherung und danach auch noch mit der Jacke beschäftigt war. Die ist nun auch noch nicht fertig, da mir zwei Futterteile fehlen (ähm ja). Irgendwie geht alles drunter und drüber. Dann war ich beim Stoffekaufen, was „etwas“ eskaliert ist und im Endeffekt habe ich dann ein Shirt und das Cypress Cape genäht, um etwas Stoffabbau zu betreiben.

Also, ich war nicht wirklich fokussiert und hatte, wie so oft, 1000 andere Dinge im Kopf. Viel Arbeit und auch einige Dinge in meinem Privatleben haben dazu geführt, dass ich oft auch nicht den Kopf hatte, mich mit schwierigen Projekten zu beschäftigen. Etwas zu nähen, wo ich mir nicht allzu viele Gedanken über Passform machen musste, sondern einfach drauf losnähen konnte, war dann oft einfach das vorzugswürdigere.

Aber zu sagen ich hätte gar nichts geschafft, wäre auch nicht richtig:

  • ich habe einen Proberock genäht. Der hat den Tragetest noch nicht ganz bestanden, aber ich weiß, was ich ändern muss und dann kann ich in Produktion gehen.
  • ich habe eine Probehose genäht und nun einen gut sitzenden Hosenschnitt.
  • und ich habe nun genug Stoff und auch den richtigen, um mir die Arbeitsgarderobe zu nähen, die ich wirklich haben will (das heißt, genug weißen Blusenstoff und schwarzen/grauen Hosenstoff).
  • Die Chaneljacke war auch ein „Probeteil“, auch wenn die eher ein Abendteil geworden ist, als ein arbeitstaugliches. Jetzt habe ich es nochmal geübt und habe auch schon drei weitere zugeschnitten, die ich dann in „arbeitstauglich“ und etwas robuster (das heißt, eine habe ich hinten komplett mit Vlieseline bebügelt) hoffentlich etwas schneller nähen kann.

Mein Plan ist es nun, einfach weiterzumachen. Wenn das Cape heute fertig wird, dann möchte ich mich darauf konzentrieren, Outfits zu nähen. Sprich, zwei Blusen plus ein Anzug. Hosenschnitt habe ich schon, Blazerschnitt bekomme ich nächsten Sonntag (ich werde natürlich berichten). So laufe ich nicht Gefahr, plötzlich 100 Blusen und keine Hose zu haben. Was bei mir durchaus schon passieren könnte… Vielleicht mache ich auch beim SWAP der Sewing Guild mit, falls es dieses Jahr wieder einen gibt und das Thema passt. Ich bleibe auf jeden Fall am Ball.

Also, danke liebe Mamamachtsachen für die Organisation! Leider habe ich nicht so viel geschafft, wie ich mir vorgenommen habe, aber ich habe immerhin etwas geschafft. Und das ist ja auch schon etwas.

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2 Antworten zu Working Girl Sew-Along Finale

  1. Alexandra Gerull schreibt:

    Moin,
    hast Du dann vor, mit den getesteten Schnitten in Serie zu gehen? Das macht bestimmt viel Sinn, wenn eine wie Du in einem kleidungstechnisch sehr „standardisierten“ Umfeld arbeitet. Und dann lohnt sich die ganze Vorarbeit, die Du gemacht hast, ja erst recht. 😉
    Ich bin dann also sehr gespannt auf die Chanel-Jacke.
    Seit dem ich Dich bei der anNÄHerung in voller Größe gesehen habe, muß ich immer an Christine Lagardes Satz denken, dass es ihr immer mal wieder geholfen hat, den Kerlen auf realer Augenhöhe begegnen zu können bzw. ggf. auf sie runter sehen zu können. Den Vorteil solltest Du auch auf gar keinen Fall außer acht lassen. 😉
    LG
    Alexandra

    • kleiderschmiede schreibt:

      Ungefähr so etwas hat mein erster Chef im Abschlussgespräch nach meinem ersten Praktikum gesagt „es war schön, mal mit einer Frau auf Augenhöhe zu reden“ :D.
      Ich hoffe sehr, dass sich die Vorarbeit lohnt und ich es dann auch wirklich schaffe die Garderobe aus meiner Vorstellung im Schrank hängen zu haben…

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